Elefant im Raum – Ultrafeine Partikel und anthropogene organische Aerosole
Aerosole – Definition und Herkunft in der Atemluft
Aerosole: komplexe Gemische aus festen und/oder flüssigen Partikeln, fein verteilt in einem Gas – typischerweise Luft –.
Entstehung in der Umgebungsluft – innen und außen: sowohl durch natürliche Prozesse (z. B. Vulkanausbrüche, Pollenflug, Meeresgischt) sowie menschliche Aktivitäten, wie Industrie, Verkehr, Laserdruck, 3D-Druck und Haushaltsprozesse.
Organische Aerosole: Primär und sekundär
Organische Aerosole aus kohlenstoffhaltigen Verbindungen werden nach ihrer Entstehungsweise unterschieden:
- Primäre organische Aerosole (POA): Direkt in die Atmosphäre freigesetzt, z. durch Holzfeuer, Verbrennungsmotoren oder Industrieprozesse.
- Sekundäre organische Aerosole (SOA): Bilden sich durch chemische Reaktionen gasförmiger Vorläuferstoffe, wie flüchtige organische Verbindungen (VOCs), in der Atmosphäre.
Anthropogene Aerosole – vom Menschen verursacht
Eine Vielzahl menschlicher Aktivitäten trägt zur Emission organischer Aerosole bei, insbesondere durch:
Tonerpartikel, gefangen im Filter
- Verbrennung Holz, Biomasse, fossiler Brennstoffe (Kraftwerke, Verkehr)
- Industrielle und chemische Prozesse
- Technische Geräte wie Laserdrucker und 3D-Drucker
- Landwirtschaft (z. Ammoniak aus Gülle)
- Offenes Verbrennen von Abfällen
Diese anthropogenen Aerosole tragen erheblich zur Luftverschmutzung der Umgebungsluft (innen und außen) bei und beeinflussen sowohl Klima, Umwelt als auch Gesundheit.
Laserdrucker: Eine unterschätzte Quelle ultrafeiner Partikel aus dem xerographischen Druckprozess
Laserdrucker gelten als relevante Emittenten ultrafeiner Partikel (UFP) im Innenraum. Diese Partikel (< 100 nm) entstehen beim Druckprozess. Dabei werden durch die Erhitzung des Tonerpulvers (ca. 200 °C) beim Aufschmelzen auf das Papier wachsartige, auch veränderte Polymer-Bestandteile freigesetzt.
